Ein gut sitzender Binder kann viel für das Wohlbefinden tun – ein schlecht sitzender kann allerdings schaden. Damit du dich sicher und bequem fühlst, gibt es ein paar Regeln, die du kennen solltest.
Die richtige Binder-Größe finden
Der wichtigste Fehler ist, eine Nummer zu klein zu kaufen. Ein zu enger Binder drückt auf Rippen und Lunge und kann langfristig Schmerzen verursachen. Miss deinen Brustumfang an der breitesten Stelle und wähle die Größe anhand der Größentabelle des Herstellers – nicht anhand der Kleidergröße.
Der Binder sollte fest, aber nicht schmerzhaft sitzen. Du solltest tief einatmen und dich frei bewegen können.
Wie lange darf man einen Binder tragen?
Als Richtwert gilt: höchstens acht Stunden am Tag. Danach solltest du Pausen einlegen und binderfreie Tage einplanen. Nachts oder beim Schlafen trägt man keinen Binder – der Körper braucht die Erholung.
Warnsignale, bei denen du aufhören solltest
Wenn eines dieser Zeichen auftritt, lege den Binder sofort ab:
Schmerzen im Brustkorb oder Rücken, Kurzatmigkeit oder Atemnot, Taubheitsgefühle oder Kribbeln in den Armen, Hautreizungen, Druckstellen oder blaue Flecken.
Halten die Beschwerden an, suche ärztlichen Rat.
Sicher binden statt riskant
Manche greifen aus Verzweiflung zu Verbandmull oder Klebeband. Davon ist dringend abzuraten: Diese Materialien geben nicht nach und können Rippen verletzen oder die Atmung massiv einschränken. Ein dafür entwickelter Binder ist die sichere Wahl.
Binder für Sport und Schwimmen
Für Bewegung gibt es spezielle, elastischere Modelle. Auch beim Schwimmen solltest du einen dafür gedachten Schwimmbinder nutzen und im Zweifel eine Größe lockerer wählen, da du beim Sport tiefer atmest.
Fazit
Die richtige Größe, begrenzte Tragedauer und das Achten auf Warnsignale machen das Binden sicher. Dein Körper dankt es dir langfristig. Hier findest du eine Auswahl an Binder-Modellen.